- Es gibt keine schlechte Unternehmenskultur, es gibt schlicht überhaupt keine.
- Mitarbeiter, die fachlich etwas auf dem Kasten haben, verlassen konsequent und in Scharen das Unternehmen.
- Es gibt keinerlei professionellen Wissenstransfer, der gerade für ganz junge Mitarbeiter wichtig wäre.
- Genauso verhält es sich mit dem Mentoring: Das besteht (wie so viele Dinge bei Capco) ausschließlich auf dem Papier. Hier geht es vornehmlich darum, möglichst viele Mitarbeiter in seinem Mentor-Programm zu haben, um am Ende des Jahres den Bonus zu erhalten.
- Der HR-Bereich ist das reinste Chaos. Unterlagen gehen verloren, erforderliche Dokumente werden gar nicht oder gleich mehrfach erstellt, sensible Daten liegen offen tagelang im Drucker rum. Unternehmensweite Anweisungen verstoßen klar gegen deutsches Arbeitsrecht. Das lässt sich jetzt beliebig ergänzen ...
- Die Projektarbeit ist das reinste Chaos, ohne Plan, ohne Struktur. Das kommt auch bei den Kunden an. In der Folge steht Capco bei einigen namenhaften Kunden in Deutschland mittlerweile auf der schwarzen Liste.
- Das Unternehmensmanagement besteht aus vielen kleinen Königen. Jeder hat die ultimative Wahrheit und den ultimativen Durchblick für sich gepachtet.
- Beförderungen erfolgen nahezu ausschließlich nach dem Nase-Prinzip.
Capco ist zurzeit ein gestörtes Unternehmen mit vielen gestörten Mitarbeitern. Ich kann jedem potentiellen Bewerber nur raten: Such Dir ein anderes Unternehmen. Ich habe ca. 4 Wochen bei Capco gebraucht, um zu wissen, dass ich mir wieder eine andere Stelle suche.
Das Unternehmen kann ein interessanter Social-Case sein. Das, was man dort erlebt, ist im negativen Sinne absolut beeindruckend. Hier lernt man, wie es sowohl fachlich/professionell als auch menschlich/kulturell nicht laufen sollte. Wenn sich jedoch das, was dort hinter der Fassade abgeht, mehr und mehr im Markt rumspricht, läuft man eher Gefahr, sich seinen Lebenslauf mit dem Namen zu verschandeln. Auch als Social-Case kann ich es also nicht empfehlen.