Bewerbungen waren per Post einzureichen, und zwar eine komplette Mappe mit Lebenslauf, Anschreiben sowie Zeugnissen und Referenzen, auf die deutsche Art. Nach ein, zwei Wochen rief das Unternehmen den Bewerber an, um einen Termin festzusetzen. Das Bewerbungsgespräch bestand aus einem vorbereiteten Präsentationsthema über standardisierte Sprachtests, bei dem der Befragte aufgefordert wurde, seine/ihre Wahl von Testart und -themen zu analysieren. Es fand in einem kleinen Büroraum in der TELC-Zentrale, im Beisein des Leiters der Testentwicklung und eines der Englisch-Testersteller statt. Die Atmosphäre war mehr oder weniger konservativ, dem Auftreten der Interviewer wie auch dem Erscheinungsbild der Unternehmensbüros nach zu schließen, obwohl TELC seiner eigenen Aussage nach mit einem Modell der „flachen Hierarchie“ arbeitet. Obwohl für die Jobaufgaben fließendes Englisch erforderlich ist, war es wesentlich, Deutsch zu beherrschen, das die Kommunikationssprache im Büro sein sollte. Die Interviewer schienen ältere Bewerber in den Dreißigern oder Vierzigern eher zu bevorzugen als jüngere. Auch waren die Interviewer nicht offen und versuchten eher, Fakten in Bezug auf den Interviewer zu unterstellen (persönlicher Hiintergrund etc., Erfahrung), als direkte Fragen zu stellen. Das Büro ist in Arbeitsplätze unterteilt, und ganz allgemein freundlich mit viel natürlichem Licht. Empfehlungen: Sprechen Sie frei, anstelle sich auf den Interviewer zu verlassen und nach seinen Fragen zu richten.