Das Online-Gespräch wurde von einer Personalreferentin und einem Fachbereichsmitarbeiter geführt und begann höflich mit einem kurzen Kennenlernen. Im Anschluss wurde der strukturierte Ablauf vorgestellt, bevor gezielte Fragen zu fachlichen Kenntnissen und den konkreten Anforderungen der Position gestellt wurden. Das Gespräch fokussierte sich fast ausschließlich auf eine bestimmte Software-Kompetenz, wobei andere Qualifikationen und persönliche Stärken kaum Beachtung fanden. Besonders auffällig war, dass meine praktischen Erfahrungen im Studium so klein geredet wurden, dass sie aus Sicht der Gesprächspartner offenbar nicht einmal als relevante Berufserfahrung eingestuft wurden, was mir das klare Gefühl vermittelte, dass solche Erfahrungen im Unternehmen scheinbar keinen Wert haben. Es wurde zudem erneut nach dem Studienabschluss gefragt, obwohl dies in den Unterlagen eindeutig ersichtlich war, was den Eindruck verstärkte, dass die Bewerbung nicht sorgfältig geprüft wurde. Zusätzlich wurde im Einladungsschreiben die falsche Anrede gewählt, trotz eindeutiger Angaben mit Profilbild, was ebenfalls für geringe Aufmerksamkeit spricht. Nach dem Gespräch erfolgte die Absage mit der Begründung mangelnder Berufserfahrung, wodurch kein echtes Interesse an Berufseinsteigern und Entwicklungsmöglichkeiten spürbar war. Auffällig ist zudem, dass die Stelle viele Monate später weiterhin online ausgeschrieben war, was das Gesamterlebnis zusätzlich negativ beeinflusste.